Regionsdebatte fortgesetzt
18. Oktober 2009 0 KommentareSPD-Unterbezirk Helmstedt hatte Dirk Warnecke, Geschäftsführer der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH (PRBG), zu Gast.
Auftrag der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GmbH ist es, zum einen Arbeitsplätze zu sichern und aufzubauen und zum anderen die Lebensqualität für die Menschen in der Region zu stärken und die Region für Menschen und Firmen von außerhalb interessant zu machen.
„Den Strukturwandel gestalten und die Arbeit von morgen schaffen", brachte Dirk Warnecke, Geschäftsführer der PRBG, die Ziele auf den Punkt und warb für eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit.
Warnecke nannte die beschäftigungsrelevanten Kernkompetenzen, diese liegen neben dem Fahrzeugbau in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Materialien/Maschinenbau, Umwelttechnik, Verkehrssicherheit/IuK und im Tourismus. Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH steuert zu deren Umsetzung derzeit rund 20 Wachstumsprojekte und Forschungskooperationen. Diese tragen dazu bei, vorhandenes Wissen sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die Region nutzbar zu machen.
Mit Projekten geht die Gesellschaft auch gezielt in Teilräume der Region, um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass nur die großen Städte und Gemeinden partizipieren. Ein anderer wichtiger Aspekt ist der Aufbau von Netzwerkpartner. So sind im Landkreis Helmstedt rund 350 Netzwerkpartner der Region zu finden. Warnecke ging auch auf die angestrebte engere Kooperation mit der WOB AG ein. Er führte aus: „Die WOB AG und die projekt REGION BRAUNSCHWEIG werden verstärkt kooperieren, um innerhalb von drei Jahren auf Augenhöhe zusammengeführt zu werden. Ich halte das für eine gute Strategie, denn beide Gesellschaften ergänzen sich in Inhalt und Struktur sehr gut. Die Regionalentwicklung ist die einzige Möglichkeit, die Region zukunftsfähig und fit zu machen“.
Für Gunnar Kilian, Vorsitzender des SPD-Unterbezirkes, sind die Ausführungen ein klares Zeichen, dass sich der Landkreis mehr in die Diskussion einbringen muss. „Vor allem wäre es gut, wenn endlich die kreisweite Wirtschaftförderung in Gang kommen würde. Der nunmehr über 20 Jahre dauernde Prozess ist einfach zu lang“, stellt Kilian fest. Bodo Seidenthal, stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirkes und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, pflichtet ihm bei: „Aufgrund nachhaltiger Probleme in der Bestandssicherung muss die Region in die Entwicklung neuer und zukunftsträchtiger Wirtschaftsstrukturen investieren, um den Anschluss an den Wettbewerb nicht zu verlieren. Die kommunale Wirtschaftsförderung ist hier schlichtweg überfordert“.
Für den Landkreis Helmstedt sieht Gunnar Kilian beispielsweise Stärken im Schwerpunkt „Energie" der Handlungsfelder der Regionalentwicklung. „Mit den Stärken in der Landwirtschaft auf diesem Sektor und dem großen Energieunternehmen im Landkreis sind wir hier gut aufgestellt und können diese Erfahrungen und das Wissen einbringen“.
Die SPD im Landkreis Helmstedt wird sich in die Regionsdebatte zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Wirtschaft, weiter einbringen, denn vorausschauende Strukturentwicklung ist kostengünstiger als nachsorgende Struktursicherung.
Niedersachsen
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